Dieses Projekt widmet sich einer der sensibelsten und oft vereinfachten Fragen an der Grenze von Wissenschaft und Glaube: Was sagt die Evolutionstheorie heute aus, wie belastbar ist sie wissenschaftlich und wie kann ein gläubiger Mensch diese Daten ohne Angst und ideologische Schemata ehrlich reflektieren?
Im Gespräch soll nicht nur die biologische Seite behandelt werden, sondern auch die anthropologischen und theologischen Folgen. Was bedeutet die Herkunft des Menschen im Licht der heutigen Wissenschaft? Wie sind die Bilder von Adam und Eva zu verstehen? Kann man im Kontext eines evolutiven Weltbildes über Erbsünde sprechen? Wo endet wissenschaftliche Beschreibung und wo beginnt philosophische oder theologische Deutung?
Unser Ziel ist nicht, eine fertige Position aufzuzwingen, sondern einen ernsthaften Gesprächsraum zu schaffen, in dem ein Mensch des Glaubens wissenschaftliche Daten nicht fürchten muss und ein Mensch der Wissenschaft menschliche Erfahrung nicht auf biologische Mechanismen reduzieren muss.