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DidacheVor dem Ende

Kapitel 16

16.1

Wacht über euer Leben. Eure Lampen sollen nicht erlöschen, und eure Hüften sollen gegürtet bleiben; seid vielmehr bereit. Denn ihr kennt die Stunde nicht, in der unser Herr kommt.

16.2

Kommt häufig zusammen und sucht nach dem, was euren Seelen dient. Denn die ganze Zeit eures Glaubens wird euch nichts nützen, wenn ihr in der letzten Zeit nicht zur Vollendung gelangt.

16.3

In den letzten Tagen werden sich nämlich die falschen Propheten und die Verderber mehren; die Schafe werden sich in Wölfe verwandeln und die Liebe in Hass.

16.4

Denn wenn die Gesetzlosigkeit zunimmt, werden sie einander hassen, verfolgen und ausliefern. Dann wird der Weltverführer wie ein Sohn Gottes erscheinen und Zeichen und Wunder tun; die Erde wird in seine Hände gegeben werden. Er wird Frevelhaftes tun, wie es seit Beginn der Welt niemals geschehen ist.

16.5

Dann wird die Menschheit in das Feuer der Erprobung geraten, und viele werden zu Fall kommen und zugrunde gehen; die aber in ihrem Glauben standhalten, werden durch das Verfluchte selbst gerettet werden.

16.6

Dann werden die Zeichen der Wahrheit erscheinen: zuerst das Zeichen der Ausspannung am Himmel, dann das Zeichen des Trompetenschalls und als drittes die Auferstehung der Toten.

16.7

Jedoch nicht aller Toten, sondern wie gesagt worden ist: „Der Herr wird kommen und alle Heiligen mit ihm.“

16.8

Dann wird die Welt den Herrn auf den Wolken des Himmels kommen sehen.

Stromata Editions · Didache · altgriechischer Text und deutsche Übersetzung